Hanne Rejzek: Monolog eines Steines

(mit wem soll er denn auch sonst reden?!)

Hintergrundinformationen:
Ein ziemlich großer Stein, mehr als zwei Fäuste nebeneinander. Große Fäuste, sicherlich. Zu schwer für Kinder, die mit ihm spielen wollten, zu klein, um sich auf ihn zu setzen, zu rau für Salamander, die sich sonnen wollten, zu hässlich für Leute, die ihn mitnehmen wollten.

Scheiß Tag.
Die Sonne brennt mir schon wieder voll ins Gesicht. Ich versuch jetzt zum dritten Mal ihr zu sagen, sie soll gefälligst den Baum anstrahlen…
Oder den anderen Baum…
Hier ist auch noch ein Busch, den sie anstrahlen kann. Macht sie natürlich nicht. Immer nur mich. Dumme Gans, diese Sonne. Soll sie doch explodieren! … oder so.
Echt öde hier. Seit Lisa weg ist, ist hier echt nix mehr los. (Anmerkung der Autorin: Lisa, der neumodische, schlanke Kiesel war die Gesprächspartnerin des Steines, über welchen hier die Geschichte geht, und dies über lange Zeit, und wenn man schon über lange Zeit spricht, kann man sich bei Steinen sicher sein, dass diese Zeit umso länger war.)
Scheiß Tag. Wie auch immer. Interessiert ja eh Niemanden.
Jetzt schon wieder so eine beschissene Wolke vor der Sonne! Will mich heute eigentlich jeder fertig machen?!

Hanne Rejzek
-Alle Rechte liegen bei der Autorin-

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