Strauss-Verlag: Spiele zum Lernprogramm Migo, der Pirat

Zu Herbstbeginn haben wir das Rechtschreibprogramm: „Migo, der Pirat“ aus dem Strauss-Verlag vorgestellt. Zu diesem umfangreichen Programm hat die Autorin Spiele entwickelt, die in das Programm eingebaut werden können, aber durch versierte Lehrer oder Lerntherapeuten und Eltern auch unabhängig vom Programm „Migo, der Pirat“ genutzt werden können. Schreibfeder.de hat mit einer Partnerschule die Spiele für die „Ha-wei“-Insel und der „Sil-ben“-Insel getestet.

Fast möchte man die Spiele noch stärker empfehlen als das eigentliche Lernprogramm. Denn die Rechtschreibschwierigkeiten werden in ihnen noch prononcierter an die Kinder herangetragen. Dazu tragen ganz besonders die Spielkarten bei, die für die Hand der Kinder bestimmt sind. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem gesamten Rechtschreibprogramm besteht auch darin, dass innerhalb der Spiele nicht auf Ausnahmeregeln verwiesen wird, was das Zutrauen in den Rechtschreiberwerb fördert und die Ähnlichkeitshemmung umgeht. Die meisten der Spiele sind den Kindern von klassischen Brett- oder Kartenspielen bekannt, so dass keine langen Erklärungen erforderlich sind, um den Kindern den Einstieg zu ermöglichen.

Die Autorin und Verlegerin Karin Strauss-Stolz hat ihr umfassendes Rechtschreibförderprogramm in Schwerpunkte gegliedert wie sie auch in der Schule oder im Legasthenietraining vorkommen. Diese Schwerpunkte treten im Bild der Inseln auf. Während der Besuch der ABC-Insel sicher nicht für alle Kinder mehr notwendig ist, empfiehlt es sich auch bei etwas größeren Kindern, die „Sil-ben“-Insel nicht zu umgehen. Denn auch in Klasse 3-5 noch oder darüber hinaus haben Kinder Schwierigkeiten damit, Wörter deutlich zu sprechen und nach kleinen Abschnitten, den Silben, korrekt zu gliedern. Daraus resultiert Überforderung beim richtigen Schreiben. In einem ganzheitlichen Ansatz regt die Autorin dazu an, die Silben mit dem ganzen Körper zu erleben und mittels Würfel auch in verschiedene Raumrichtungen zu erlaufen. So wird auch die sensorische Integration gefördert, die bei vielen Grundschülern noch nicht ausgereift ist. Höhepunkt dieser Insel ist das „silbentrennende h“ bzw. sein alter ego das stumme h. Das dafür entwickelte Ballspiel, das die Kinder zum deutlichen Sprechen anleitet, ist unschlagbar.

Die „Ha-wie“-Insel stellt sich dem Schwerpunkt der harten und weichen Konsonanten wie b-p, g-k- und d-t, die von Kindern oft verwechselt werden. Ihr Herzstück ist das Brettspiel zur Schatzsuche, dem die Kinder gern entgegen fiebern.  Ähnlich dem Ballspiel auf der Silbeninsel hat sich die Autorin auch hier eine anschauliche Möglichkeit überlegt, die Konsonanten erlebbar zu machen. Sie lässt eine Möwe bei starkem Luftstrom fliegen oder eben liegen (Bei überehrgeizigen Kindern klappt das Experiment mit der Möwe leider nicht immer). Gelungen aber sind die Spielkarten mit den 180 Lernwörtern im Bereich, die den Kindern zu Wort in Kurzform auch noch mal die Rechtschreibstrategien (verlängern, trennen oder auch mal eine falsche Variante vokalisieren) vorgeben und die richtige Schreibung zu ermitteln.

Jedes Spielset als Download, das mehrere Spiele zum auf der Insel genannten Rechtschreibschwerpunkt enthält, kostet 7,50 Euro.

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