Hendrik Lambertus:  Die 2. Mission der tollkühnen Bücher

Ich gebe es ehrlich zu: Ich habe nichts von Dinas Buchhort (einem geheimnisvollen Antiquariat) und Büchern, die Arme und Beine haben und als Buchagenten wirken, geahnt. Sprich: Ich habe den ersten Band der Reihe versäumt. Aber das tat dem Lesevergnügen, das man bei diesem Buch hat, keinen Abbruch, denn die Geschichte ist in sich abgeschlossen.

Aus einem Museum wird eine antike Schriftrolle gestohlen, die den Weg zur „Feder des Thot“ weist. Ein ganz übles Reimebuch namens Liber Veneficiorum hat es gestohlen, um mit ihrer Hilfe die Macht über die Buchheit zu erringen. Aber die zwei Kinder Mel und Arthur machen sich mit den Buchagenten auf den Weg in ein fantastisches Buchland, in dem es natürlich bergeweise Bücher zu überwinden gilt. Fast wären sie am Ende noch in den Abgrund mit Laba-Masse gestürzt, aber Hedy, das Zauberbuch, kann es grade noch verhindern.

Nicht nur wegen der spannenden Geschichte ist das Buch lesenswert, auch wegen der fantasievollen Ausschöpfung all dessen was wir an Begriffen aus der Literatur und Buchwelt kennen. In kurzen kindgerechten Kapiteln wird die Story aufbereitet und immer mal wieder der Ehrencodex der Buchagenten in Reimform eingestreut, so dass man selbst zum Buchagenten werden möchte. Wer genau liest, kann das am Ende auch, denn es schließen sich Fragen zum Textverständnis an. Alica Räth hat das Buch aus dem ueberreuter-Verlag passend illustriert. „Die 2. Mission der tollkühnen Bücher“ (ISBN: 978-3-7641-5204-8) ist für 12,95 Euro zu haben, am besten man kauft sich gleich den ersten Band mit dazu.

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