Frances Hodgson Burnett: Der geheime Garten

Wer Gärten und die Erzählweise des beginnenden 20. Jahrhunderts mag, der wird es genießen, dieses Buch in den Händen zu halten. Die überaus verwöhnte und verzogene Mary kommt als Waise mit 9 Jahren aus Indien zu ihrem einzig lebenden Verwandten nach Yorkshire. Es ist ein griesgrämiger alter Mann, der selbst einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat. Seine Frau stürzte unglücklich von der Schaukel und starb. Zu dem kleinen Sohn Collin konnte Mr. Craven keine richtige Beziehung aufbauen, zumal das Kind kränklich wirkte und ihm ein baldiger Tod vorausgesagt wurde.

Aber die lebensverbundene Angestellte Martha und ein geheimer Garten lassen das Leben der Kinder langsam gedeihen. Denn die kleine Mary begibt sich auf die Suche nach dem Garten, in dem Mrs. Craven verunglückt ist. Als sie ihn entdeckt hat, beginnt sie, ihn zu bearbeiten. Dickon, ein Junge aus der Nachbarschaft, hilft ihr dabei. Er weiß scheinbar alles über Pflanzen. Und so wie der tot wirkende Garten sich erholt, so verändert sich auch Mary. Sie bleibt nicht das verwöhnte Gör aus Indien und es gelingt ihr, auch Collin aus seiner Lethargie zu reißen.

Die Illustrationen der Ausgabe aus dem Coppenrath-Verlag wirken jugendstilhaft. Darüber hinaus haben die Designer der Agentur MinaLima neun aufwendige interaktive Extras wie Drehscheiben, herausnehmbare Briefe, eine Ankleidepuppe, Karten u.a. dem Buch hinzugefügt und machen so das Buch zu einem optischen und Haptischen Erlebnis.

„Der geheime Garten“ (ISBN: 978-3-649-63233-7) ist für 32,00 Euro überall im Handel erhältlich.

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