Elisabeth Beck: Die Psycho-Kiste für Hundehalter

Wer Elisabeth Becks Buch „Wer denken will, muss fühlen“ mit Gewinn gelesen hat, darf auch neugierig sein auf ihre „Psychokiste für Hundehalter“. Es ist kein gewöhnliches Buch über Hundetraining. Es ist vor allem ein Buch, das den Menschen mit seinem Hundeproblem unter die Lupe nimmt. Das „andere Ende der Leine“ sozusagen. Elisabeth Beck schildert eingangs einige ihrer Fälle: die Hundetrainerin, die an sich selber zweifelt, weil völlig unvorhergesehen ein Kundenhund ihren eigenen Hund verletzt hat; eine Frau, die ihrem Schäferhund nicht vertrauen kann, weil ein Trainer sie grundlos vor seiner Aggressivität gewarnt hat oder eine Frau, deren Hund auf einmal streikt, wenn er spazieren gehen könnte. Wie die Autorin darlegt, ist das größere Problem in ihren Fällen der Hundehalter. Mit ihn muss sie erst einmal arbeiten, ehe sie den Hund korrigieren kann. Denn Hunde lesen uns wie ein offenes Buch. Sie sind Meister darin, durch Spiegelneuronen Stimmungen ihrer Herrchen und Frauchen aufzufangen.

Elisabeth Beck nutzt die Methoden des NLP (Neurolinguistisches Programmieren) und des EMDR (Eye Movement Desensitiziation an Reprocessing), deren Elemente sie workbookartig beschreibt. Zu manchen Experimenten, zu denen sie ihre Leser einlädt, braucht man einen Helfer. Ziel ist immer, den Glauben an die Selbstwirksamkeit zu erhöhen. Kein Wunder, denn Elisabeth Beck studierte Pädagogik, Psychologie und Musik in Salzburg. 1983 kam sie nach Berlin, wo sie als Therapeutin, Seminarleiterin, Dozentin und Musikerin arbeitete und ein Studium der Tierpsychologie absolvierte.

Am Schluss gibt sie dennoch Tipps für leinenaggressive Hunde, die das traditionelle Klickertraining „auf den Kopf stellen“.

Ihr Buch „Die Psyscho-Kiste für Hundehalter“ (ISBN: 978-3-954-64233-5) mit Flexi-Cover ist im Kynos-Verlag für 19,95 Euro erschienen.

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