Tom Diesbrock: Lass mal locker

Im Patmos-Verlag ist ein handlicher Ratgeber für alle erschienen, die sich von ihrem inneren Perfektionisten und Kritiker in den Burn-out getrieben fühlen. Kennen Sie Sätze wie: „Du bist sowieso nicht gut genug“ oder „Streng dich gefälligst an“? Wenn Sie unter solchen inneren Ansprachen leiden, dann sollten Sie auf der Hut sein. Auf jeden Fall sollten Sie einige Ratschläge, die der Autor erläutert, befolgen, anstatt die innere Messlatte immer höher zu legen. Tom Diesbrock erklärt plausibel, dass das nichts nützt. Zwar ernten Sie bestimmt Lob, wenn Sie den Ansprüchen von außen immer wieder gerecht werden, aber es ist eben kein Weg aus dem Hamsterrad. Was man braucht, ist ein eigener innerer Kompass. Den bestimmt man am besten mit dem Selbstcheck im Buch. Zwischen Engagement/Anstrengung, Selbst-Erwartung, Selbstbild und Orientierung nach außen gilt es die richtige Balance zu finden. Dann hat man auch die Möglichkeit, erwachsen zu werden und den kleinen Perfektionisten auf sein kindliches Maß zurückzuweisen. Denn wie wirkliche Kinder will er eigentlich auch nicht den Job eines Erwachsenen machen. So weit – alles klar. Gefährlich werden uns nur die stressigen Alltagssituationen, in denen wir in unsere alten Muster oder Teufelskreise verfallen. Da hilft nur, achtsam sein und den Stress erkennen, denn dann können wir bewusst aus dem Hamsterrad aussteigen und uns positionieren.

Tom Diesbrock lässt in seinem workbook genügend Freiraum für individuelle Notizen und fordert auch ausdrücklich dazu auf, die Ergebnisse des Nachdenkens schriftlich festzuhalten. Das ist verbindlicher und man kommt auch eigenen Wörtern und Wendungen, mit denen der Perfektionist uns antreibt, auf die Schliche.

„Lass mal locker – Vom klugen Umgang mit dem kleinen Perfektionisten in unserem Kopf“ (ISBN:978-3-8436-1274-6) ist im Patmos Verlag erschienen und kostet 16,00 Euro.

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