Auch der dritte Fantasy-Jugendroman „Die Rückkehr der Zehnten“ von Nina Blazon ist alles andere als gewöhnlich und kindhaft. TV Movie bewertete ihn als „metaspannenden Mystery-Trip“. Und ein spannender Trip in die Vergangenheit ist es für die beiden Helden Lis und Levin wahrhaftig, werden sie doch durch die magische Kraft eines Medaillons von ihrem Urlaubsort Piran viele Jahrhunderte in die Vergangenheit versetzt und geraten in die blutigen Kämpfe um die Stadt Antanja.

Zu dieser Zeit herrschen die Priester mit ihrem grausamen Gott Poskur. Und im Namen ihres Gottes ist dem obersten Priester Niam jedes Mittel Recht, um seine Macht zu erhalten und zu sichern. Als sich die Rückkehr der zehnten Tochter des Fürsten ankündigt, verstärken die Priester ihre blutgetränkte Machenschaften. Die zehnte Tochter des Fürsten sollte der Religion nach geopfert werden, überlebt aber durch die Liebe ihrer Mutter. Diese vertraut sie dem Meeresgott Nemeja an. Nun ist die Zeit gekommen, da die Zehnte zurückkehrt und den Überlieferungen nach an der Stadt Rache nehmen wird.

Levin, ein Liebhaber von Rollenspielen, schlüpft in Antanja in seine Rollenspiel-Figur des Hohepriesters von Swantewit, namens Karjan. Doch schnell verwischen die Grenzen von Spiel und Wirklichkeit. Die Macht des Glaubens des Priesters Niam ist so stark, dass sie Levin mit sich reißt. Glücklicherweise glaubt Lis an ihre Rückkehr nach Piran und kämpft erbittert um ihren Bruder.

Eine superspannend geschriebene Geschichte in historischem Gewand, bei der man bis zu den allerletzten Seiten nicht weiß, ob es Lis gelingt, zusammen mit Levin nach Hause zu gelangen. Für Freunde von History- und Fantasy-Romanen ein echtes Highlight.