Belletristik

Mario Barth: Langenscheidt Frau-Deutsch / Deutsch-Frau

„Frauen sprechen auch immer um 16 Ecken. Sie sagen nie wirklich gerade heraus, was sie denken. Auch Sarkasmus wird in den weiblichen Gefilden sehr groß geschrieben. Wenn Männer etwas wollen, dann sagen sie es einfach.“ Damit Männer die Sprache der Frauen verstehen lernen, lässt Langenscheidt mit Mario Barth einen Mann zu Wort kommen, der mit „Frau – Deutsch / Deutsch – Frau“ versucht, die weiblichen Wortgebilde zu entflechten und verständlich zu machen.

Mario Barth gibt in dem kleinen handlichen Langenscheidt-Büchlein seine Erfahrungen, Überlegungen und jahrelangen Beobachtungen in der ihm eigenen Komiker-Art zum Besten. Dabei berührt er nicht nur die sensiblen Bereiche des täglichen Zusammenlebens wie „Auto“, „Sex, Eifersucht und Streit“ oder „Junge Mütter“ sondern auch die Bereiche „Frauen beim Shoppen“ und „Frauen nach dem Kaufrausch“. „Der Knaller bei Frauen ist …, dass sie permanent behaupten, sie hätten nichts anzuziehen. Nur, das Ding ist, Frauen haben keinen Kleiderschrank mehr, sie haben ein Kleiderzimmer, teilweise gibt es sogar Kleiderhäuser.“ Mit den Kapiteln „Geheimsprache der Frauen“, „Vorwurfssätze einer Frau“ und „Frauen und kalte Füße“ legt Barth Bereiche der Frauen offen, vor denen Männer zurück zucken. „Wo haben Frauen die kalten Füße her? Das machen sie absichtlich, sie wollen uns Männer damit schwächen.“

Leider bleibt in „Langenscheidt Frau-Deutsch / Deutsch-Frau“ die Aussagekraft des schreibenden Barth hinter der des Bühnenkomödian Barth zurück: Die Barthschen Sprachspitzen treffen eben als gesprochenes Wort besser als beim Lesen! Nichtdestotrotz lassen sich mit „Langenscheidt Frau-Deutsch / Deutsch-Frau“ die zwangsläufigen Veranstaltungspausen besser und mit einem Schmunzeln überbrücken.