Franziska Biermann: Herr Fuchs mag Weihnachten

Die Handlung der Geschichte  lässt sich mühelos verstehen, auch wenn man Herrn Fuchs nicht aus dem Vorläuferband „Herr Fuchs mag Bücher“ kennen gelernt hat. Eben jener Herr Fuchs bekommt 40 Exemplare vom „Kleinen Rentier Flocke“, dass sich was Entzückendes wünscht, geschickt, bei dem ihm der Appetit auf Bücher vergeht. Als er genauer hinschaut, wird es noch unheimlicher. Die Schmonzette trägt seinen Namen!  Widerwillig lässt sich Herr Fuchs darauf ein, das Buch zu lesen. Und das Unerwartete geschieht: Es ergreift ihn. Aber er hat es nicht geschrieben.  Also sieht Herr Fuchs noch mal auf den Umschlag, und erkennt den kleinen Unterschied: Ein Herr P. Fuchs hat es geschrieben! Schnell bekommt Herr Fuchs raus, dass es sich dabei um eine Verwechslung handelt. Herr Pienii Fuchs wohnt im äußersten Lappland. Und da Herr Fuchs ja selbst Schriftsteller ist, kann er sich gut vorstellen, wie sehr der Pienii-Fuchs auf die Bücher wartet. Also nicht wie eine Fahrkarte gekauft und hingefahren.

Das allein hätte schon gereichet für eine stimmungsvolle Weihnachts- Geschichte aus der Edition Nilpferd. Aber hier fängt Franziska Biermann erst an. Denn es hat natürlich seinen Grund, dass Pienii-Fuchs auf so rührselige Weihnachtsgeschichten kommt. Herr Fuchs jedenfalls versteht sich mit ihm bestens und versucht ihm und dem Weihnachtsmann zu helfen, damit alle Kinder das bekommen, was sie sich gewünscht haben.

Der turbulenten Weihnachtsgeschichte um zwei schriftstellernde Füchse kann sich weder Klein noch Groß entziehen. Schließlich bibbert jeder mit, ob das Weihnachtsfest noch zu retten ist. „Herr Fuchs mag Weihnachten“ (ISBN: 978-3-707-45278-5) ist im G&G-Verlag erschienen und kostet 18,00 Euro. Die witzigen Illustrationen kommen ganz ohne entzückendes Weihnachtsglitzer aus.

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