Wieland Freund: Ich, Toft und der Geisterhund von Sandkas

Der neue Kinderroman von Wieland Freund ist wieder ein Buch das man lieben, lieben, lieben muss! Wer schon sein Herz an „Törtel“ und ihre Freunde aus Müggeldorf verschenkt hat, wird es jetzt weiter öffnen müssen, um auch Die Katze Disse, den kleinen Mischling Toft, zwei Polizeihunde und viele Schafe einzulassen.

Wieland Freund lässt die hochmütige Katze Disse, die gemeinsam mit dem tolpatschigen – und ihrer Meinung nach nichtsnutzigen – Mix Toft bei einem alten Parkplatzwärter in einem kleinen schwedischen Badeort lebt, von einem aufregenden Sommer berichten. Auf der verfallenen Burgruine am Rande ihres Strandes taucht wie aus dem Nichts ein Geisterhund auf, der drei Touristen beißt. Dem Dorfpolizisten fällt darauf nichts besseres ein als die Ruine zu sperren. Doch ohne die Ruine ist scheinbar auch der Strand von Sandkas keinen Besuch wert und so sieht Disse schon ihrem nahen Hungertod entgegen. Ihr und Toft bleibt also nichts anderes übrig als die Arbeit von Polizeihund Bro und seinem Herrchen zu übernehmen und den Fall zu klären. Da Disse Toft rein gar nichts zutraut, Toft aber Helden über alles liebt, besuchen sie den ehemaligen Polizeihund Esben Anker aus dem Nachbarort. Eigentlich nimmt Esben Anker keine Fälle mehr an, doch bei einem Geisterhund ist er bereit, eine Ausnahme zu machen. Disse ist zwar von seinen Ermittlungsmethoden nicht überzeugt und gerät tatsächlich auch in Lebensgefahr, doch schließlich klären sie was hinter dem Geisterhund steckt und finden auch noch den märchenhaften Schatz der Ruine Storeborg.

„Ich, Toft und der Geisterhund von Sandkas“ besticht wiedermal durch die ebenso humor- wie liebevolle Gestaltung der tierischen Haupthelden. Da ist zunächst das ungleiche Gespann Disse und Toft. Als unabhängige Katze von Welt fühlt sich die auf ihrem Briefkasten thronende Disse dem arbeitseifrigen, aber zu aller Welt freundlichen Toft haushoch überlegen. Überhaupt sind Hunde nicht ihr Fall. Doch in diesem Abenteuer bleibt ihr kein Ausweg. Der kleine Toft tut dem Leser schon ein bisschen leid unter ihr und man ist gespannt, wie Disse es mit dem in Rente geschickten Esben Anker handhaben wird. Als er sich noch einen alten Badeteppich überstülpt, um die Schatzjäger in die Irre zu führen, verliert er in Disses Augen sämtliches Ansehen. Trotzdem lösen die drei, mit Unterstützung einer Schafherde und eines wütenden Bullen den Fall und sichern so ihre Zukunft.

Zum guten Ende bleibt nur noch zu hoffen, dass der Autor Wieland Freund seine neuen Hauptfiguren genauso lieb gewonnen hat wie wir und „Ich, Toft und der Geisterhund von Sandkas“ ebenso wie bei Törtel noch neue Abenteuer folgen lässt.