Ulf Stark / Kitty Crowther: Die Ausreißer

Die Welt um den alten Großvater von Klein Gottfried atmet auf, als der Alte mal für ein Wochenende verschwindet… und vor allem, als er dann völlig ausgewechselt wiederkehrt. Aber dafür ist einiges nötig, und das leistet der Enkel.

Doch von Anfang an. Der einzige, der sich nichts aus den Flüchen und Nörgeleien seines Großvaters etwas macht, ist sein Enkel Gottfried. Sein Vater schämt sich für ihn und meidet den Kontakt so gut es geht. Also kommt auch nur Gottfried in Frage, als es um den letzten Wünsch des Großvaters geht. Unterstützt von Ronny fahren sie nicht ins Fußballlager, sondern für ein Wochenende in das alte Haus des Großvaters, in dem er mit seiner Frau glücklich war. Unterwegs kommt Gottfried der Gedanke, dass ja doch etwas passieren könnte. Aber dafür ist es nun zu spät.

Wieder ist Ulf Stark eine zutiefst menschliche Geschichte gelungen, die sein letztes Buch „Die Pflaumen des Riesen“ noch bei weitem übertrifft. Einen Enkel wie den etwas 8jährigen Gottfried möchte sich jeder am Ende seines Lebens wünschen. Er fühlt sich zwar von den Wünschen seines Großvaters ein bisschen überfordert, vor allem als er seinem Großvater beweisen soll, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, für das es sich lohnt, gepflegt zu sprechen. Aber er ist tatsächlich sein Enkel und geht die Sachen an, statt wie sein Vater lange Sicherheitserwägungen anzustellen. Am Ende versöhnen sich alle drei.

Hoffentlich gibt es noch das eine oder andere Buch das post mortem den Weg zu seiner Übersetzung findet. „Die Ausreißer“ (ISBN: 978-3-8251-5221-5) ist im Verlag Urachhaus erschienen, kostet trotz seines geringen Umfangs (125 Seiten) im Hardcover 16,00 Euro, ist aber auch als eBook erhältlich.

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