Mitreißend, mitreißend, mitreißend – ist die Geschichte der 16jährigen Justina, die Jockey-Lehrling auf einem englischen Hof ist. Ihre ganze Liebe gehört ihrem Pferd Murphy, den sie unermüdlich trainiert und ihrem Kollegen Rory. Wobei sich die Liebe zum Pferd einfacher gestaltet als zu Rory. Justina ist voller Idealismus und Ehrgeiz. Als es Schwierigkeiten mit ihrem konservativen Trainer Kenneth Brown gibt – nimmt sie als freier Jockey ein Rennen für dessen Rivalen Adam Valentine an, ohne zu ahnen, dass ihr Ehrgeiz und ihre Unerfahrenheit für dessen Wettbetrügereien ausgenutzt wird. Pferdeliebe und Vernunft sowie strategisches Handeln in Einklang zu bringen, scheint in vielen Situationen fast unmöglich.

Samantha Alexander, selbst Turnierreiterin, beweist mit ihrem zweiten bei Carlsen erschienen Taschenbuch um Justina, dass sie das Renngeschäft genau kennt. „Jockey-Träume“ ist eine in sich abgeschlossene Geschichte um die dunkle Seite des Rennsports, die mit viel Sympathie für die junge Reiterin Justina und die Kollegen, die trotz ihrer Fehler hinter ihr stehen, erzählt wird. Einziger Wermutstrophen: die Autorin pokert in der Konfliktanlage sehr hoch. Auch an der Seite verdeckter Ermittler dürfte eine 16jährige wohl kaum in der Lage sein, die Wettbetrügereien der obersten Rennsportklasse aufzudecken und dann noch das Grand National, das hochdotierte englische Rennen zu gewinnen.