Belletristik

Jens Lapidus: Stockholm Blues

Jens Lapidus (1974 geboren) ist einer der bekanntesten Krimiautoren Schwedens, aber bevor er das wurde, hat er 15 Jahre als Strafverteidiger gearbeitet. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte war die Bandenkriminalität Schwedens. Er kennt also das Milieu genau.

Zum Geburtstag der verstorbenen Elisabeth Maksumic trifft sich der engere Kreis der Clanfamilie von Teddy Maksumic an ihrem Grab. Dazu gehören Teddys Exfreundin, die Anwältin Emelie, seine Schwester Josephine, die gerade ihre Kündigung in der großen Anwaltskanzlei Leijon abgegeben hatte, weil sie sich selbstständig machen will und ein Baby erwartet, und sein Vater. Im Anschluss an das Treffen, wird Josephine von einem Mann angesprochen, der in ihr Zweifel am Krebstod von Elisabeth Maksumic weckt. Als sie ihn kurz danach aufsuchen will, findet sie ihn nur noch tot in seiner Wohnung. Das Milieu hat seine Aussteigewilligen damit wieder. Teddy will endlich mit seiner Vergangenheit brechen, da entkommt der 18jährige Max aus der Jugendarrestanstalt. Es dauert keinen Tag und er wird in einen Mord verwickelt. Es geht um Schuld, Rache und die Macht der Vergangenheit.

Die Stärke von Jens Lapidus ist, dass er seine Figuren handeln lässt und die Handlung nur wiedergibt, nicht aber wertet. Die Authentizität, Schnelligkeit und Direktheit seiner Romane suchen ihresgleichen. Seine Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt, vielfach preisgekrönt und mehrfach verfilmt.

Sein Thriller „Stockholm Blues“, (ISBN: 978-3-442-77497-5) ist als deutsche Erstausgabe 2026 bei btb erschienen und kostet 18 Euro.

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