Initiative Deutsche Sprache und der Stiftung Lesen (Hrsg.): Der schönste erste Satz

Gibt es Liebe auf den ersten Satz zwischen Buch und Mensch? Jeder Bibliophile weiß, es gibt sie. Und wer das Buch „Der schönste erste Satz“ aus dem Hueber-Verlag in den Händen hält, fragt sich, warum man nicht schon früher auf die Idee gekommen ist, einen Wettbewerb auszuschreiben und Kinder und Erwachsene zu fragen, welcher erster Satz die Magie hatte, sie in ein Buch hineinzuziehen, ja vielleicht sogar sie zu dauerhaften Lesern zu machen.

Im Sommer 2007 riefen die Initiative Deutsche Sprache und die Stiftung Lesen zum dritten Mal zu einem weltweiten Wettbewerb auf, sich zur Sprache zu äußern. Bereits die „Vorläufer“-Wettbewerbe sind in Hueber-Büchern wunderschön präsentiert: „Das schönste deutsche Wort“ und „Ausgewanderte Wörter“. Ebenso wie in diesen Bänden, lebt auch „“Der schönste erste Satz“ nicht von der banalen Nennung eines Satzes, sondern vor allem von den emotionalen Begründungen der Teilnehmer für ihre Entscheidungen. Oftmals reichen ihnen dabei schon fünf bis zehn Zeilen, um ein halbes Leben auszubreiten. Insgesamt 17.000 Menschen, darunter auch viele Schüler der 5. bis 13. Klasse, beteiligten sich an der Suche nach dem schönsten ersten Satz. Besonders kostbar: sogar ein Dreijähriger gab seine Meinung ab. Einsendungen aus 60 Ländern erreichten die Initiatoren. Neben der Darstellung des persönlichen Leseeindrucks geben die Entscheidungen aber auch einen Einblick in einen mehr oder minder bestätigten Literaturcanon und die Medienpräsenz von Büchern. Jugendliche wählten mehrheitlich „Es fiel ein feiner, wispernder Regen“ zum Lieblingssatz, mit dem Cornelia Funkes Roman „Tintenherz“ beginnt, Erwachsene stimmten für Kafkas „Verwandlung“ und „Ilsebill salzte nach“ aus Günter Grass’ „Der Butt“.

Die persönlichen Bekenntnisse der Teilnehmer werden ergänzt durch Beiträge von Thomas Brussig, Elke Heidenreich, Jutta Limbach, Lars Reichow und Joseph Kruse.