Christine Nöstlinger / Katharina Sieg: Jeden Morgen um 10

Obwohl Hund Max, der jeden Morgen um 10.00 Uhr die Fähre verlässt und ins Dörfchen Palau, marschiert, nichts weiter tut als seinen Tag dort zu verwarten, steht er im Mittelpunkt des Interesses. Die Schneiderin, der Pfarrer, die Gemüsefrau, der Bäcker und der Baumeister – sie alle überlegen, worauf er wohl warten könnte. Und für jeden von ihnen hat Max eine eigene Geschichte. Mal flieht er vor einer verliebten Katze, mal wartet er auf seinen davongeflogenen Vater, mal lauert er auf einen Taschendieb. Jeder glaubt Max. Jeder erzählt seine Geschichte den anderen weiter. Nur die Tochter der Wirtin fragt Max weiter, was es mit den Geschichten auf sich hat. Sind sie Lügen? Sind es nur Geschichten? Schaden sie jemanden oder machen sie Freude?
Christine Nöstlinger legt Kindern mit diesem exotisch anmutenden Buch ein kleines poetisches Vermächtnis ans Herz. Sie bekennt sich damit zur Freiheit der Fantasie und Kunst und zeigt, dass man durch sie Freude stiften kann und Freunde gewinnt. Allerdings nur, wenn man nicht an Kleingeister gerät. Wie viele ihrer Kinderbücher ist auch diese neue Geschichte im österreichischen Nilpferd-Verlag erschienen.