Belletristik

Alexandra Lüthen: Nu Jork, Nu Jork – Warum es klug ist, an Wunder zu glauben

Hat man ein Huhn schon mal fliegen sehen? Nein!
Kann man ein Huhn auf eine Kreuzfahrt mitnehmen? Nein!
Hat man ein Huhn schon mal die Freiheitsstatue erklimmen sehen? Nein!
Und doch ist alles wahr, wenn man sich auf die Abenteuer von Huhn Henni einlässt, die Alexandra Lüthen sich ausgedacht hat und die congenial von Peter Gaymann zeichnerisch umgesetzt wurden. Die Abenteuer des Huhn Henni, dem es auf dem Hühnerhof, viel zu langweilig ist, sind im Lappan-Programm für Erwachsene erschienen, die sich ihre Kindlichkeit ein bisschen bewahrt haben.
Abenteuerlich ist schon die „Rechtschreibung“ der englischen Begriffe, die schon im Titel anklingt und weitergeht mit Brodweg und Lädy Berti. Sie werden aber nicht störend übertrieben. Henni schleicht sich als blinder Passagier Jonas Kreuzfahrschiff. Der depressive Jonas wird gleich ein bisschen fröhlicher in ihrer Gesellschaft und verweist sie an die Kapitänin und vor allem an seine Stammpassagierin Priscilla Proudham (die liebenswerteste Nebenfigur, die man sich vorstellen kann). Henni zeigt sich offen für alle und alles, was sich ihr auf dem Schiff bietet und so haben ihre ersten Flugübungen Erfolg. Trotzdem stürzt, sie ab, und sinkt bis zum Meeresgrund des New Youker Hafens.
Aber sie hätte all die Bekanntschaften umsonst gemacht, wenn ihr nicht auch aus dieser Panne zu helfen wäre.
„Nu Jork, Nu Jork“ (ISBN: 978-3-8303-3709-6) ist ein hinreißendes Buch, das zeigt wie Offenheit zu Ermutigung und Inspiration führen kann und auch ein wenig, dass es zu Hause vielleicht doch am schönsten ist. Es kostet 18 Euro und ist überall im Buchhandel oder wo sonst noch Träume erfüllbar sind erhältlich.

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