Valeria Aloise / Margot Tissot: Bunte Hunde – Auf vier Pfoten durchs Museum
Mal so gefragt: Welche Hundebilder aus der klassischen oder modernen Kunst fallen Ihnen spontan ein? Wahrscheinlich nicht so viele. Vielleicht suchen Sie ein bisschen den Horizont der flämischen Malerei ab oder da war doch was in der Moderne: Keith Haring! Aber dann wird es wohl auch schon aufhören. Keine Sorge, Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Hunde scheinen für Künstler nicht die gleiche Bedeutung zu haben wie für Kinder oder eben Hundeliebhaber. Darum ist das vorliegende Kindersachbuch von Valeria Aloise und Margot Tissot eine geniale Idee Kunst und Leben zu vereinen.
Valeria Aloise hatte bis 2024 eine Bulldogge namens Arnold, hat schon immer Geschichten geschrieben und einen Beruf in der Kommunikationsbrache ergriffen. Margot Tissot ist eine Illustratorin aus Lausanne, die sich auf Menschen, Tiere und Natur spezialisiert hat, und deren comicartiger Stil gut zum Verlag Helvetiq passt, in dem ihr Buch“Bunte Hunde – Auf vier Pfoten durchs Museum“ erschienen ist. Es ist eine Reise durch die Kunstgeschichte und ich garantiere Ihnen, es fallen Ihnen noch mehr Künstler ein als bei der überfallartigen Frage zu Beginn. Vor allem in der Renaissance stand der Hund auf Gemälden z. B. von Lucas Cranach d. Ä. für Loyalität und Zuneigung. Im 19. Jahrhundert nutzten Künstler wie Berthe Morisot Hunde um Freundschaft und Emotionen zu zeigen.
Der besondere Reiz des Buches liegt in der comicartigen Nachempfindung der bekannten Gemälde der Künstler. Gerade den Kindern wird so spielerisch große Kunst nahegebracht. Gelingt dieses Experiment, haben sie noch die eigentliche Entdeckung des Kunstwerkes vor sich. Ein weiterer Reiz geht von der Museumkatze aus, die den kunsthistorischen Rundgang durch die Kunstgeschichte präsentiert.
Das Buch kostet 22,- Euro und ist überall im Buchhandel zu bestellen.
