Hajo Steinert: Dichter Stimmen I

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Dank zweier Anregungen des Hörverlags steigt die Schreibfeder ganz klassisch in das Hörbuch ein:

Hajo Steinert, der einen profilierten Namen als Literaturwissenschaftler hat, ist Herausgeber der „Dichter Stimmen I“ Auf 3 CD’s sind hier namhafte Autoren der ehemaligen BRD versammelt, die ihre Texte selbst im Deutschlandfunk vorgetragen haben. Das ist auch für alte Literaturhasen eine Möglichkeit, bekannte Texte neu zu erleben. Beim traditionellen Lesen dieser Klassiker „hören“ wir nur unsere eigene innere Stimme. Sprache verliert beim stillen Lesen zwangsläufig eine ihrer Existenzformen. Auf „Dichter Stimmen I“ können die Autoren ihrem Dialekt, den feinen Untertönen, den gezielten Pointen auch stimmlich Ausdruck verleihen. Thomas Mann hätte seine helle Freude gehabt, denn schon im Jahr 1940, als ein Kapitel aus den „Buddenbrooks“ in den USA auf Schallplatte erschien, schrieb er: „Das Epische ist Hörwerk weit eher als Lesewerk“. Aufgestöbert und zusammengestellt hat Hajo Steinert die Dichterstimmen im Archiv des Deutschlandfunks. Zu umfangreicheren Romanen wie Heimito Doderers „Grenzwald“ oder Lenz’ „Deutschstunde“ wird eine kurze Einführung gegeben und ein etwa 20minütiger Ausschnitt dargeboten, der Interesse weckt das Buch (wieder) zu lesen. Etwa 30-40 Jahre nach Entstehen der literarischen Werke ist man noch durch ein weiteres Moment dieser Sammlung berührt: dem tiefen Friedensbekenntnis der meisten Texte jener Zeit. Bei den immer wieder aufflammenden weltweiten Konflikten wird so diese Sammlung zu einem aktuellen Beitrag für das Zusammenleben der Völker und Religionen.