Die hier folgende „Schreibaufgabe“ hat zwei Gesichter. Zum einen
ist es möglich, sie einfach als Gelegenheit aufzufassen, über das Schreiben zu reflektieren. Ebenso gut aber enthält sie den Kern einer neuen Geschichte. Machen Sie daraus, was Sie wollen!
Es folgen „Kleine Geschichten“ aus der großen Stadt Berlin. Unter dem Motto „wäre doch schade, wir hätten sie nicht aufgeschrieben“ werden sie immer sonntags im „Tagesspiegel“ veröffentlicht. Aus diesen kleinen Geschichten haben wir diejenigen herausgelesen, die u.E. eine
große Poetizität mitbringen. Einerseits liegt ihr poetischer Reiz in ihrer Kürze. Dennoch sagen sie bereits alles über die Situation oder das Verhältnis der Personen zueinander. So gesehen, kann man sie nutzen, um über kurzes, aussagekräftiges Schreiben zu spekulieren. Es gibt aber auch eine Form von poetischer Weite. Vielleicht möchten Sie das, was Sie über den Hintergrund der Personen ahnen, ausfabulieren. Dann schreiben Sie zu der Geschichte Ihren Roman.
Wir bedanken uns beim
Tagesspiegel für die kostenlose und unbürokratische Abdruckgenehmigung!
Redefreiheit Freitagnachmittag in der Schlossstraße, Steglitz. Eine Frau mit Hund sagt zu einer anderen: „…und grüß auch Deinen Mann.“ Die Antwort: „Mach ich. Wenn ich zu Wort komme.“ (Tagesspiegel vom 03.09.2006)
Vaterschaftstest Sonntag, in der Warteschlange zur Ägyptenausstellung im Martin-Gropius-Bau. Eine etwa Siebenjährige sagt zu ihrem Vater: „Guck mal, Papa, ich kann das
Alphabet rülpsen!“ Die halbe Schlange lacht. Der Vater: „Das ist nicht meine Tochter, ich habe sie nur adoptiert.“ (Tagesspiegel vom 03.09.2006)
Die besten Einsendungen stellen wir auf unserer Webseite ins Netz (wenn die Autoren nicht ausdrücklich etwas dagegen haben).
Eure Texte könnt ihr an das Schreibaufgaben-Mailfach oder an Bettina Haubold, Landréstraße 14, 12621 Berlin senden. |