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Oma hinterm Fenster


Wartend am Fenster in der finst`ren Nacht,
Wolken rücken den Himmel sacht,
Kristall bekränzt das Straßenlicht,
Das durch die Dunkelheit zu mir bricht.

Sie kommen, beladen und winken freudig,
meine Knochen gläsern, mein Lächeln brüchig,
ich bin müd` und lausche gefasst
auf Worte in Glitzerpapier verpackt.

Später ein Bild an der eig`nen Wand
Reicht ferne Heimat mir die Hand,
zieht mich fort-
vorbei an duftlosen Tannenbäumen
zu entfernten Kindheitsträumen.

Hell sättigt mich der liebe Ort.



Sandra Mai

Gewinnerin Adventsschreibwettbewerb 2009




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